Marvin Chlada (Hrsg.)
Störtebeker. Seeräuber, Volksheld, Legende eine Anthologie
Trikont I Dialog-Edition 2017, 94 Seiten, ISBN 978-3-945634-20-2

Vom Volkslied bis zum Kurzroman: eine kleine Schatztruhe klassischen Schrifttums über das wilde Leben und Treiben des sagenumwobenen Seeräubers Klaus Störtebeker. Mit Texten von Joachim Ringelnatz, Klabund, Georg Busse-Palma, Theodor Fontane, Adolph Hofmeister, Friedrich Köster, Otto Beneke, Ernst Deeke, Jacobus Temme, Achim von Arnim und Clemens Brentano.

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Marvin Chlada, Jerk Götterwind (Hrsg.)
Lemmy. Eine Hommage
Trikont I Dialog-Edition 2017, 90 Seiten, ISBN 978-3-945634-19-6

Eine Hommage an den legendären Motörhead-Frontmann Ian Fraser „Lemmy“ Kilmister (1945-2015). Mit Beiträgen von Urs Böke, Hermann Borgerding, Marvin Chlada, Jerk Götterwind, Florian Günther, Pablo Haller, Jörg Herbig, Sven Heuchert, Joachim Hiller, Triebi Instabil, Boris Kerenski, Frank „Kossi“ Koslowski, Kai Kraus, Gunnar Lehmann, Miriam Spies und Silke Vogten.
  • „Das Buch bietet eine Sammlung verschiedenster Erinnerungen an und Texte über Lemmy, von denen einige sehr gelungen sind (z. B. ‚Take It Or Leave It‘ oder ‚Lemmy und die Ritter‘) und andere weniger (‚Ne Anthologie über Lemmy‘).“ Mandy Malon in Rock Hard, Vol. 366, November 2017
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Marvin Chlada
Der Poet als Lumpensammler. Reportagen und Interviews
Dialog-Edition 2016, 206 Seiten, ISBN 978-3-945634-05-9

Lektüre ohne Scheuklappen


Marvin Chlada ist bekannt als ein Schreiber, Musiker und Künstler, der seine Wurzeln im Underground hat und dennoch – oder gerade deshalb – den intellektuellen Diskurs nicht scheut. Eine Kombination, die hierzulande leider viel zu selten anzutreffen ist. Die Dialog-Edition (Duisburg-Istanbul) hat nun lobenswerterweise ein Buch herausgebracht, in dem etliche von Chladas verstreut in Magazinen und Anthologien veröffentlichten Reportagen und Interviews in einem Band zusammengefasst sind.

Der thematische Bogen ist (wie Chladas Interessen) weit gespannt: Von einer „ernüchternden Begegnung mit Karola Bloch“ („Was aber, wenn das Bild, das ich mir von Ernst Bloch bis dato hatte machen können, ebenso utopisch war wie dessen Philosophie?“) über „Russ Meyer’s Bosomania“ bis hin zur „Spielregel für einen Wiedertäuferfilm“, einem Gespräch mit dem Regisseur Georg Brintrup über den gleichnamigen Film.

Für Undergroundatmosphäre sorgen u. a. kurzweilig zu lesende Gespräche mit Florian Günther, dem Han Shan von Friedrichshain, ein Bericht über das nepalesische Reispapier-Abenteuer von Ira Cohen und einige (durchaus kritische) Anmerkungen zur Beat-Ikone William S. Burroughs. In den eher geisteswissenschaftlich-soziologischen Beiträgen des Buches werden u. a. Theorien von Persönlichkeiten wie Charles Fourier, Nicolaus Sombart und Michel Foucault besprochen.

Fazit: Marvin Chladas Buch ist eine Empfehlung und Bereicherung für alle Undergroundler, Intellektuellen und Normalbürger, die bereit sind, ihre eventuell vorhandenen ideologischen Scheuklappen einmal abzulegen.

Axel Monte in DreckSack. Lesbare Zeitschrift für Literatur, 7. Jahrgang, Heft 4, Oktober 2016


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